Hexerei im Spätmittelalter
Der Hexenhammer und die Verwendung zugeschriebener weiblicher Eigenschaften, um Frauen den Pakt mit dem Teufel zu unterstellen
von M. Maas
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Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Universität Osnabrück, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit analysiert den Malleus Maleficarum (Hexenhammer) von Heinrich Institoris (ca. 1430–1505) als zentrales Dokument der spätmittelalterlichen Hexenverfolgung und untersucht, wie geschlechtsspezifische Stereotype instrumentalisiert werden, um Frauen als anfälliger für Teufelspakte darzustellen. Nach einer Einführung in gesellschaftliche Krisen (Pest, Bevölkerungsrückgang, Individualisierung der Frömmigkeit) und den historischen Kontext von Zaubereivorstellungen (Teufelspakt, Hexensabbat) wird Institoris' Biografie sowie die Entstehung und Wirkung des Werks (1486/87, ca. 30 lateinische Ausgaben bis 1669) beleuchtet. Die Quellenanalyse (Edition Behringer/Jerouschek/Tschacher) zeigt ein extrem misogynes Frauenbild: Frauen gelten als boshaft, eitel, rachsüchtig, intellektuell mangelhaft und von unersättlicher Wollust getrieben – Eigenschaften, die Institoris mit Thomas von Aquin und Bibelstellen begründet und als hexenfördernd interpretiert. Besonders Hebammen werden als überragend böse hervorgehoben; das Geschlecht wird somit zum primären Indiz für Ketzerei.
Produktdetails
| ISBN | 9783389181591 |
| Verlag | GRIN Verlag |
| Erscheinungsdatum | 09.03.2026 |
| Sprache | Deutsch |