Die Kommandantur

Die Kommandantur

Die westlichen Alliierten und die Besatzungsverwaltung Berlins (1945–1955)

von Alexander Olenik

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Beschreibung

Die alliierte Besatzung Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg war anders als für das restliche Deutschland – und sie hatte ihre eigene Besatzungsverwaltung: die Kommandantur. Hier kontrollierten die vier Hauptsiegermächte gemeinsam den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Neuanfang der Stadt. Amerikaner, Briten, Franzosen und Sowjets arbeiteten in praktischen Fragen erst kooperativ zusammen; unter dem Eindruck des Ost-West-Konflikts entwickelten sich zunehmend politische Spannungen, die die Aushandlung von notwendigen Richtungsentscheidungen lähmten und im Juni 1948 schließlich die Viermächteverwaltung auseinandersprengten. Nach Wiederaufnahme der Kommandantur-Arbeit für den Westteil der Stadt verstand sich die Dreimächteverwaltung als Partnerin und Schutzinstanz für das junge demokratische Projekt. Dieser Bewusstseinswandel wurde in Form von ‚Entwicklungshilfe‘ für die westlich orientierte Stadtregierung, die sie tragenden Parteien, Gewerkschaften und die Presse sichtbar. Das Buch stellt die Geschichte der Alliierten Kommandantur Berlin als Sonderfall und Testfall des Multilateralismus im Geflecht der internationalen Nachkriegsbeziehungen, nationaler Interessenlagen und der Berliner Spezifika heraus.

Produktdetails

ISBN 9783111630939
Verlag De Gruyter
Erscheinungsdatum 02.02.2026
Sprache Deutsch
Mitwirkende Historische Kommission Historische Kommission (Herausgeber/in), Landesarchiv Berlin Landesarchiv Berlin (Mitwirkende/r)